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Nach dem Tod des Kindes

Nach dem Tod des Kindes

Geschwister

Spielende Geschwister auf Riesenball

Ein besonderes Anliegen sind uns die Geschwisterkinder. Bereits bei der Diagnosestellung rücken die Geschwister in den Hintergrund und müssen sich alleine mit ihren Ängsten auseinander-setzen, da die Eltern selbst psychisch und zeitlich in dieser Phase stark beansprucht sind.
Die kranken Kinder rücken in den Mittelpunkt der Familie und benötigen einen Großteil der Aufmerksamkeit und Zeit. In der Auseinandersetzung mit Behinderung, schwerer Erkrankung oder drohendem Tod sind Geschwister oft alleine.

 

 

Alltag

Kind mit BeatmungMit der Diagnose bricht der gesamte Familienalltag zusammen und muss neu organisiert werden. Bestimmte Zeiten zur Medikamenteneinnahme und Termine für Therapien müssen eingehalten werden. Ständige Arztbesuche und häufige Krankenhausaufenthalte bringen eine mühsam aufrechterhaltene Ordnung jedes Mal wieder durcheinander.

Einige Familien haben eine ganze Intensivstation mit Magensonde, Beatmungsgerät und Überwachungsmonitor zu Hause. Die Familien müssen lernen, mit diesen medizinischen Geräten und Begriffen zurecht zu kommen.
Die Kinder müssen rund um die Uhr gepflegt werden.

Häufig gibt es keine richtige Nachtruhe mehr, da die Kinder sondiert werden müssen, oder durch epileptische Krämpfe oder Schmerzen nachts wach sind und versorgt werden müssen.
Angst und Sorge um das Kind werden zu ständigen Begleitern. So können zum Beispiel banale Infekte tödlich verlaufen.
Die Themen Behinderung, Sterben und Tod von Kindern sind tabuisiert, so daß diese Familien mit der Auseinandersetzung alleine stehen. Diese Familien geraten durch die schwere Lebenssituation in soziale Isolation, Freundschaften zerbrechen und die Begegnung mit anderen ist mit Hemmungen auf beiden Seiten gekennzeichnet.

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Plötzlich ist alles anders

Neugeborenes Baby mit vielen Schläuchen und Kabeln an medizinische Geräte angeschlossen

In Deutschland leben ungefähr 23.000 Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten. Die Diagnose ist für alle Familienmitglieder ein Schock. Alle Zukunftspläne und Träume werden zunichte gemacht. Eltern müssen sich damit auseinandersetzen, ein behindertes Kind zu haben, und sind mit Sterben und Tod konfrontiert, wenn sie erfahren haben, dass ihr Kind unheilbar krank ist. Ihnen stehen viele Monate oder Jahre der Pflege und des langsamen Abschieds bevor.

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